Harmonik
Lambdoma
Ein Versuch, die pythagoräische Tafel des Albert von Thimus
in Form eines Online-Instruments umzusetzen. Insbesondere Hans Kayser
("Akróasis", 1946, u.a.) wendet sie an und beschreibt sie. Grundsätzliches
zur Beziehung zwischen Tönen als Proportion ganzer Zahlen
läßt sich hier studieren.
Die 64 Farbfelder stehen für frei wählbare Abschnitte des
unendlichen Netzes von Teiltonkoordinaten (a/b), die sich von einer gegebenen
Grundfrequenz aus als Ober- und Untertöne ableiten (voreingestellt:
Grundfrequenz im linken oberen Feld - in jedem Feld sind die Teiltonkoordinaten
angezeigt: a = Obertonzahl; b = Untertonzahl).
Bewegt man die Maus auf ein Farbfeld, ändert sich dessen Farbton
und der den jeweiligen Teiltonkoordinaten entsprechende Sinuston (bezüglich
der eingestellten Grundfrequenz) wird mit einer dynamischen Hüllkurve
erzeugt. Klicken mit der Maus auf ein Farbfeld schaltet den zugehörigen
Sinuston dauerhaft ein, erneutes Klicken mit der Maus schaltet ihn wieder
ab (der Farbton reagiert entsprechend). Auf diese Weise lassen sich beliebige
harmonische Zusammenklänge bilden.
Durch Eingeben einer Zahl im Feld "Grundfrequenz in Hz" (und Drücken
der "enter"-Taste) kann die gesamte Tabelle umgestimmt werden (Voreinstellung:
220 Hz).
Über die Felder "Oberton-Position" und "Unterton-Position" (1-999;
voreingestellt jeweils 1; anschließendes Drücken der "enter"-Taste)
lässt sich der 64-Feld-Ausschnitt an jede beliebige Position des Lambdoma-Netzes
"verschieben". Die angezeigten Teiltonkoordinaten verändern sich dabei
ebenso mit wie die Stimmung der zugehörigen Sinuston-Generatoren. Mit
zunehmender Entfernung der Teiltonkoordinaten vom Ursprung wächst
die Vielfalt der entstehenden Mikrointervalle. Verschiedenste Arten von
Schwebungen lassen sich studieren.
(Rechenintensiv, mindestens 500 MHz-Prozessor erforderlich)
JSyn-Applet ...
JSyn-Programm ...

Skalen
Die Grundfrequenz läßt sich durch Scrollen des
entsprechenden Zahlenfeldes frei einstellen, die einzelnen Skalenstufen können dann
im Verhältnis dazu frei eingestimmt werden. Einige Stimmungen sind voreingestellt
und mit Mausklick direkt anwählbar
7-stufige Skala - voreingestellt:
- Durtonleiter in pythagoräischer Stimmung
1: 1/1 -
2: 9/8 - 3: 81/64 - 4: 4/3 - 5: 3/2 -
6: 27/16 - 7: 243/128 - 8: 2/1
- Molltonleiter in pythagoräischer Stimmung
1: 1/1 -
2: 9/8 - 3: 32/27 - 4: 4/3 - 5: 3/2 -
6: 128/81 - 7: 16/9 - 8: 2/1
- Durtonleiter in harmonischer Oktavteilung (Zarlino-Skala)
1: 1/1 -
2: 9/8 - 3: 5/4 - 4: 4/3 - 5: 3/2 -
6: 5/3 - 7: 15/8 - 8: 2/1
JSyn-Applet ...
- Download-Version mit Möglichkeit zum Speichern eigener Einstellungen
JSyn-Programm ...
12-stufige Skala - für chromatische Stimmungen
sowie für die Einstimmung alternativer diatonischer Stufen.
JSyn-Applet ...
- Download-Version mit Möglichkeit zum Speichern eigener Einstellungen
JSyn-Programm ...
Gleichschwebend temperierte Skala - 12 chromatische Stufen - fixiert
auf Halbtöne à 100 Cent.
JSyn-Applet ...
22-stufige Skala - voreingestellt (nach Robert Ross):
- erweiterte 22-stufige Zarlino-Skala
- 22-stufige Hindu-Skala
JSyn-Applet ...

Gaffurius
"harmonia est discordia concors" - Franchinus Gaffurius (1452 - 1522)
unterrichtet 12 Schüler in der Harmonik
Holzschnitt ... 
Schwingungsbilder Beim
Versuch, in Abwandlung der bekannten Lissajous‘schen Figuren die
komplexen geometrischen Muster sichtbar zu machen, die bei der
Überlagerung unterschiedlicher Kreisbewegungen auftreten,
entstanden die vorliegenden "Schwingungsbilder". Die einzelnen Grafiken
sind Ergebnisse automatischer Zeichenprozesse: ein entlang einer
Kreislinie bewegter Punkt entspricht einer einfachen Sinusschwingung
(dünne Linie). Wird dieser Punkt seinerseits zum bewegten
Mittelpunkt eines Kreises mit dem gleichen Radius, auf dessen Bahn ein
zweiter Punkt läuft, kann dieser als Resultante (dicke Linie) eine
einfache Überlagerung abbilden: verschiedene einfache
Verhältnisse der Geschwindigkeiten der beiden Kreisbewegungen
entsprechen verschiedenen einfachen Intervallen. Beide Punkte
können sich dabei in gleicher Richtung bewegen ("gleichphasig")
oder nicht ("gegenphasig"). Kombinationen dreier oder mehrerer
Kreisbewegungen in ähnlicher Weise lassen die große
Formenvielfalt der Schwingungsmuster von Dreiklängen (Dur und
Moll), ihren Umkehrungen und anderen harmonischen Strukturen
hervortreten. Zeigen mit der Maus auf die einzelnen Titel lädt die
zugehörigen Grafiken, der innere Zusammenhang der verschiedenen
Varianten kann dann im direkten Vergleich (Grafikwechsel durch
Mausbewegung) studiert werden. Da Beziehungen von Schwingungen
(Proportionen) abgebildet werden, nicht aber absolute Frequenzen, kann
Harmonik hier in einem Sinn erfahrbar werden, der über das
menschliche Hören im rein physiologischen Sinn (Frequenzen
zwischen 20 Hz und 20 KHz) weit hinausgeht. zu den Darstellungen ... 
Klangkreise
Applet zur Animation der oben beschriebenen Schwingungsbilder
(analog zu "Kreisbilder"):
vier Punkte, die sich auf voneinander abhängigen Kreisbahnen bewegen,
stehen bereit und können mit "Bahn zeichnen" Spuren hinterlassen.
Zusätzlich erzeugt jede Bahn entsprechend ihrer Geschwindigkeit einen Ton,
der nach unten hin anschwillt, nach obenhin abebbt. Der jeweilige "Bahnklang"
stammt von drei Sinusgeneratoren, die sich - aus dem Einklang kommend -
mit dem Anschwellen des Tons zunehmend verstimmen.
Voreingestellt sind gleiche Radien für alle Bahnen und gleiche Richtung.
Start und Stop mit Mausklick ins Appletfenster.
Einzelne Parameter lassen sich durch Scrollen der Zahlenfelder verändern:
- Grundgeschwindigkeit v und Grundfrequenz
(Werte: 1 - 1000; 1 = 1 Animationsimpuls pro Millisekunde,
1000 = 1 Animationsimpuls pro Sekunde; v = 25 ist voreingestellt und
willkürlich der Frequenz 160 Hz zugeordnet)
- Geschwindigkeiten der einzelnen Bahnen
(v1 - v4; Werte: 0 - 1000; 0 = Ton und Bewegung aus,
1000 = schnellste Bewegung; voreingestellt ist 50)
- Punktgröße in Pixeln bzw. Bahnstärke
(s1 - s4; Werte: 0 - 50; 0 = unsichtbar, 50 = breite Bahn; voreingestellt ist 1)
- Verstimmungsfaktor
(vd1 - vd4; Werte: 1 - 1000; 1 = Oktavvibrato, 1000 = nahezu schwebungsfreier Ton; die Zahlen
entsprechen der Obertonposition; voreingestellt ist 32)
- Farbe der einzelnen Bahnen
(f1 - f4; rot-, grün-, blau-Werte: 0 - 255; 0 = Farbton aus,
255 = höchste Farbintensität)
- Richtung ändern mit Klick auf "=>"
Zum Ausprobieren: Geschwindigkeiten einstellen auf 50 : 60 : 70 : 80
(Dur-Quintsextakkord) und Bahnen zeichnen lassen.
Dann Richtung 2 und 4 ändern, Bahnen löschen und erneut zeichnen.
Dasselbe mit Richtung 3 und 4 gegen Richtung 1 und 2.
Dabei eventuell Grundgeschwindigkeit v verändern.
JSyn-Applet ...

Bahnbeziehungen
Die Bewegung zweier Punkte auf konzentrischen Kreisen kann reguliert werden
und ist als klingendes Intervall zu hören. Die Beziehung zwischen den Bahnpunkten
kann sichtbar gemacht werden, das ganze Bewegungsmuster läßt sich zeichnen.
Ebenso der jeweils nächste und fernste Abstand (Konjunktion und Opposition).
Wie bei den "Klangkreisen" lassen sich durch Scrollen der Zahlenfelder einzelne Parameter
verändern, Start und Stop mit Mausklick ins Appletfenster.
Browserfenster möglichst bidschirmfüllend öffnen!
JSyn-Applet ... 
Planetenmodelle
Sonnensystem - neun Klangmodule, die als Skalenstufen
grundtonbezogen frei nach ganzzahligen Proportionen stimmbar sind,
können zur Erzeugung eines variabel rotierenden Klangraums genutzt werden.
In Analogie zu Körpern auf langsam sich gegeneinander verschiebenden
Kreisbahnen steuern dabei verschiedene LFOs Stimmungsschwankungen,
Veränderungen von Filtereigenschaften, An- und Abschwellen
der Lautstärken und Panoramawanderungen der einzelnen Klänge.
Max/MSP-Patch (.zip) ... 
Planeten - Elliptische Bahnen dreier Körper um einen
Zentralkörper werden iterativ gemäß den Bedingungen
der Gravitation berechnet (PD-Objekte der pmpd-Library für physical modeling).
Die resultierenden Daten steuern entsprechende Klangmodule und graphische Objekte.
Zahlreiche Modifikationsmöglichkeiten für den Benutzer.
PD/GEM-Datei (.zip) ... 
Gravitationssystem - graphische Animation zum Studium
des gegenseitigen Verhaltens von Körpern mit eigenen
Gravitationsfeldern. Der Benutzer muss einige Geschicklichkeit beim Setzen
der richtigen Kraftimpulse aufwenden, um das System einigermaßen
stabil zu halten (PD-Objekte der pmpd-Library für physical modeling).
PD/GEM-Datei (.zip) ... 
Planeten - Java-JSyn-Programm zur audiovisuellen Simulation elliptischer
Planetenbewegungen gemäß der Newton‘schen Gesetze in einem Gravitationsfeld.
Verschiedene grafische Darstellungsmodi, vielfältiger Zugriff auf die Klanggestaltung,
Möglichkeiten zum Abspeichern eigener Voreinstellungen. Bedienungsanleitung.
Java-JSyn-Programm (.zip)

Klangspiele
Klangwolken - Frequenzen, Lautstärken und Panoramapositionen
von 24 Sinusgeneratoren werden bei jeder Berührung eines Klangfelds
mit der Maus durch Zufallsauswahl neu definiert. Mausklick auf ein Feld
hält den jeweiligen Klang an, erneuter Mausklick lässt
ihn wieder abklingen.
JSyn-Applet ... 
Klangstaub - Die Mittelpunkte der Klangstaubbildung folgen der Mausbewegung,
entsprechend verändern sich die Hüllkurven der einzelnen Klänge.
Stop und Start mit Mausklick ins Appletfenster.
JSyn-Applet ... 
Filterkadenz - Bandpassfilter heben verschiedene Ausschnitte im Klangspektrum
von Sägezahngeneratoren hervor und lassen sich dabei auf unterschiedliche Weise
modulieren. Voreingestellt zu einem Grundton mit 110 Hz (A) sind Oktave (2/1),
Quinte (3/2) und Quarte (4/3).
PD-Datei (.zip) ... 
Freie Passacaglia - 2 melodische Linien über einem
rhythmisch variablen Bassostinato. Die entstehenden Mididaten werden zudem in
eine grafische Animation umgelenkt: Projektion von Bildern auf bewegte 3D-Flächen.
PD/GEM-Dateien (.zip) ... 
Klangräume - Innerhalb verschiedener Klangräume
(Ober- und Untertonreihen, modale Skalen, distanzielle Strukturen) werden einzelne
Töne mit individuellen Hüllkurven bewegt, die niederfrequenten
Rauschgeneratoren entstammen. Die Anzahl der Töne frei wählbar, bis zu
drei Klangräume können parallel erklingen.
SuperCollider-Datei (.rtf) ... 
Spektrale Landschaften - Komplexe Klänge mit variablen Hüllkurven
der einzelnen Teiltöne können erzeugt werden
(einzeln und in längeren Folgen). Protokollierung im Konsolenfenster.
SuperCollider-Datei (.rtf) ...

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